Thematischer Hospitationstag an der Grundschule Arnsdorf am 04. Mai 2017

Bei der Hospitation an der Grundschule in Arnsdorf konnten wieder 23 Pädagogen, Erzieher und Schulleiter Praxis vor Ort erleben, sich austauschen und Denkanstöße für ihre eigenen GTA-Konzepte mitnehmen.

Fördern und Fordern am Vormittag – ein Konzept mit Zukunft
Bei der Hospitation an der Grundschule in Arnsdorf konnten wieder 23 Pädagogen, Erzieher und Schulleiter Praxis vor Ort erleben, sich austauschen und Denkanstöße für ihre eigenen GTA-Konzepte mitnehmen.

Nach der herzlichen Begrüßung durch die Schulleiterin Frau Rochelt wurde das Konzept der Schule durch die GTA-Koordinatorin Frau Strobach vorgestellt. Auf den ersten Blick mag eine Klasse wie ein homogener Verbund von Schülern gleichen Alters erscheinen – tatsächlich aber bringt jeder Schüler unterschiedliche Erfahrungen und einen anderen Wissensstand mit. Das Konzept Fördern und Fordern am Vormittag nimmt diese unterschiedlichen Voraussetzungen als Grundlage an und akzeptiert, dass jeder Schüler eine andere Ausgangssituation hat.
 

An der Grundschule Arnsdorf werden die Klassen parallel zur Förderstunde in 5 bis 6 Kurse aufgeteilt. Dies ermöglicht die Förderung in kleinen Gruppen. Diese Kurse dauern je nach Schuljahreslänge 5 Wochen oder länger. Jedes Kind besucht jeden Kurs einmal, so dass auch Lehrplaninhalte in den Kursen vermittelt werden können. Die Vorteile für die Schule sind offensichtlich, alle Schüler können individuell gefördert werden und die Kleingruppen ermöglichen eine Angebotsvielfalt.
 

Davon konnten sich die Teilnehmer am Hospitationstag während eines Rundgangs in der Schule überzeugen. In den Klassenstufen 1 und 2 wird besonders Wert auf die Entwicklung und den Ausbau von Grundfertigkeiten gelegt. Hier konnten speziell für die Erstklässler Kurse wie Merkfixe (Konzentrationstraining), Deutsch, Mathe, Sport, Klebefixe und Zuckertüte besucht werden. Die Kurse sind so zusammengestellt, dass die Schüler gefordert und gefördert werden können.
 

 
Anschließend wurden die Kurse der Klasse 3 vorgestellt. Hier geht es schwerpunktmäßig um die Entlastung von Unterrichtssequenzen oder die fächerübergreifende Bearbeitung von Themen. Experimente, die oftmals Bestandteil des Sachkundeunterrichts sind, werden aus diesen herausgelöst und z. B. im Kurs Experimente in Kleingruppen durchgeführt. Dies geht auch immer mit der Vermittlung von lebenspraktischen Fähigkeiten einher, wie uns im Kurs Laufmasche eindrucksvoll beim Annähen eines Knopfes, demonstriert wurde. Der Kurs Wirbilini verfolgt einen physiotherapeutischen Ansatz, bei dem es neben der guten Haltung auch um die Achtsamkeit mit dem eigenen Körper geht. Eine Physiotherapeutin betreut den Kurs fachmännisch. Möglich ist dies alles nur durch eine Vielzahl von engagierten Lehrern und Erziehern rund um das Schulleitungsteam und den vielen langjährigen außerschulischen Partnern, die mit viel Herzblut den Schülern dies ermöglichen.
 

 
Da die Kurse immer 5 Wochen laufen bevor gewechselt wird, ist der Aufwand für die GTA-Betreuenden überschaubar, der Kurs läuft mit einer Vorbereitung mehrmals hintereinander. Wichtig ist den Arnsdorfern auch die Einbindung ihrer Angebote in den Vormittag, damit tatsächlich alle Schüler in den Genuss der unterrichtsergänzenden Maßnahmen kommen und gleichzeitig eine Entlastung des Unterrichts stattfinden kann. Freizeitangebote laufen am Nachmittag über den Hort.
Im anschließenden intensiven Erfahrungsaustausch konnten viele Fragen zur Umsetzung des Konzeptes beantwortet und praktische Tipps und Hinweise zur Umgestaltung des Schultages diskutiert werden.
An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an die Kollegen der Grundschule Arnsdorf, die einen sehr interessanten Hospitationstag gestaltet haben. Aufgrund der großen Nachfrage und da wir nicht alle Anmeldungen realisieren konnten, wird es voraussichtlich im Herbst einen weiteren Hospitationstag an dieser Grundschule geben.