Häufige Fragen (FAQ)

Sächs.GTAVO, Hinweise und Fachempfehlung GTA

Schulen in Sachsen können jetzt einfacher Gelder für Ganztagsangebote (GTA) beantragen. Seit dem Schuljahr 2013/2014 erhalten sächsische Schulen für ihre Ganztagsangebote eine pauschalierte zweckgebundene Zuweisung.

Zuwendungsempfänger sind Schulträger und Schulfördervereine von Grundschulen, Oberschulen, Förderschulen und Gymnasien in öffentlicher oder freier Trägerschaft.


Antragssteller brauchen statt mehrseitiger Formulare jetzt nur noch ein einseitiges Antragsblatt auszufüllen. Die pauschalierte Zuweisung ist deutlich unbürokratischer und entlastet damit Schulen und Antragssteller gleichermaßen. Die Höhe der Förderung bemisst sich dabei nach der Gesamtschülerzahl der jeweiligen Schule.

Die Sächsische Ganztagsangebotsverordnung (SächsGTAVO) ist seit dem 28. April 2013 in Kraft.

 

Bildungsserver Sachsen macht Schule
 

Sächsische Ganztagsangebotsverordnung

 

Fachempfehlung "Ganztagsangebote an sächsischen Schulen"

 

Weitere Informationen finden Sie in den Hinweisen zur Ganztagsangebotsverordnung.

Was ist alles für den Verwendungsnachweis einzureichen?

Für den Verwendungsnachweis ist das unter www.bildung.sachsen.de/ganztagsangebote eingestellte Formular zu verwenden. Des Weiteren muss ein Auszug jedes gesonderten Sachkontos mit eingereicht werden.

Wann und wie ist die Schulkonferenz im Zusammenhang mit dem GTA-Antrag einzubeziehen?

Bevor der Antrag gestellt wird, muss die Schulkonferenz über die GTA-Inhalte informiert werden und der Durchführung von GTA zustimmen. Sobald die finanziellen Mittel zugewiesen wurden, kann die Schulkonferenz detaillierte Informationen über die Planung der einzelnen Ganztagsangebote erhalten.

Gibt es konkrete Vorgaben, was in einer Kooperationsvereinbarung Schule/Hort geregelt werden muss?

Eine Kooperationsvereinbarung zwischen Grundschule und Hort muss vorliegen. Des Weiteren müssen konkrete Aussagen zur Zusammenarbeit und langfristige Ziele der Zusammenarbeit benannt werden. Dabei sind die Bedingungen vor Ort (Raumbedingungen, Schülertransport usw.) zu berücksichtigen. Grundsätzlich sollte die Kooperationsvereinbarung von beiden Seiten gewollt, erarbeitet und umgesetzt werden. Nachzulesen in der Verordnung des SMK über Zuweisungen an allgemeinbildende Schulen mit GTA §4 (3) vom 9. April 2013 (SächsGTAVO).

Ist auch weiterhin ein Finanzierungsplan notwendig?

Es wird empfohlen, weiterhin einen Finanzierungsplan zu erstellen, auch wenn dieser nicht mehr mit dem Antrag bei der Sächsischen Bildungsagentur eingereicht werden muss. So können für alle geplanten Maßnahmen die entsprechenden Mittel zugeordnet und der Mittelabfluss kontrolliert werden.

Müssen Umwidmungen angezeigt werden?

Umwidmungen müssen nicht mehr angezeigt werden. Die Mittel sind zweckgebunden, d. h. für die Gestaltung von Ganztagsangeboten nach den Grundsätzen des wirtschaftlichen und sparsamen Umgangs mit öffentlichen Mitteln zu verwenden. Sollten Angebote nicht wie geplant (z. B. wegen Krankheit des Kooperationspartners) stattfinden können, dürfen die dafür geplanten Mittel für andere Angebote verwendet werden.

Welche Vergütung bekommen Honorarkräfte für die Durchführung eines Ganztagsangebotes?

Die Höhe der Honorare liegt in der Eigenverantwortung von Antragsteller und Schule. Vorgaben dafür gibt es keine. Als Grundlage für die Bemessung können Kriterien wie Qualifikation, Abschlüsse, Vorbereitungsaufwand und -umfang u.Ä. herangezogen werden.

Wo kann ich Freizeit- und Förderangebote sächsischer außerschulischer Partner für den Ganztag finden?

Auf der Internetseite der Servicestelle Ganztagsangebote sind in der Kooperationsdatenbank rund 400 Angebote von ca. 100 Anbietern aus ganz Sachsen gelistet. Diese umfassen u.a. Themenbereiche wie Bewegung und Sport, Technik, Musik, Medien oder Umweltbildung. In der Datenbank kann man nach Schularten, Themen oder Stichworten suchen. www.sachsen.ganztaegig-lernen.de

Ist es möglich, mit anderen Schulen, die in der Nähe sind, bei den Ganztagsangeboten zu kooperieren, um so z.B. ein vielfältigeres Angebot zu haben oder um sich bei der Umsetzung der Angebote gegenseitig zu unterstützen?

Ja. Es besteht die Möglichkeit von Kooperationen von Schulen bei der Gestaltung von GTA. Es ist notwendig, ein gemeinsames Konzept zur Zusammenarbeit zu erarbeiten. Die vorhandenen Mittel können dann gemeinsam genutzt werden.

Was ist bei der GTA-Konzeption hinsichtlich der Zusammenarbeit von Grundschule und Hort zu beachten?

Bevor die zweckgebundene Mittelzuweisung erfolgen kann, muss der Antragsteller versichern, dass eine Kooperationsvereinbarung zwischen Schule und Hort vorliegt. Diese muss konkrete Aussagen zur Zusammenarbeit enthalten und langfristige Ziele dieser Zusammenarbeit benennen. Diese Kooperationsvereinbarung sollte in enger Absprache zwischen allen Beteiligten regelmäßig reflektiert und aktualisiert werden.

Wie könnte die Aufgabenverteilung zwischen Antragsteller und Schule aussehen?

Dem Antragsteller kommt vorrangig die verwaltungs- sowie haushaltstechnische Abwicklung der Ganztagsangebote zu. Dazu gehören: die Verwaltung der Mittel, der Abschluss von Verträgen, die bereitstellung von Eigenmitteln, die Erschließung von Drittmitteln. Die Schule ist für die Umsetzung des pädagogischen Gesamtkonzeptes verantwortlich. Um gut miteinander arbeiten zu können, sollten Antragsteller und Schule gemeinsam aufeinander abgestimmte Organisations-, Arbeits- und Kommunikationsstrukturen entwickeln.

Wer erhält beantragte Mittel? Wer kann Antragsteller sein?

Die Zuweisung erhält immer der Antragsteller, der damit Zuweisungsempfänger ist.

Antragsberechtigt sind Schulträger und Schulfördervereine von öffentlichen und freien allgemeinbildenden Schulen.

Wer darf Honorarverträge unterschreiben?

Der Empfänger der Zuweisung unterschreibt die Honorarverträge.

Wie erfolgt die Abrechnung der Mittel?

Die Abrechnung der Mittel erfolgt im Verwendungsnachweis nach Ende des Schuljahres bis zum 30. September durch den Zuweisungsempfänger. Das entsprechende Formular "Verwendungsnachweis nach SächsGTAVO" ist zu verwenden sowie ein Sachkontoauszug beizufügen.

Was ist zu beachten, wenn neue Anschaffungen geplant sind?

Auch für Neuanschaffungen gilt es, die zugewiesenen Mittel wirtschaftlich, sparsam und zweckgebunden für die Gestaltung der Ganztagsangebote einzusetzen.

Wer muss die Mittel abrechnen? Wie ist das bei Fördervereinen geregelt?

Die Abrechnung gegenüber der SBA erfolgt durch den Zuweisungsempfänger, dies gilt sowohl für Schulträger als auch für Schulfördervereine.