Franz-Mehring-Grundschule Leipzig

 
„Steigende Schülerzahlen bedeuten neue Herausforderungen“
Die Franz-Mehring-Grundschule in Leipzig-Stötteritz ist eine große Grundschule, deren Schülerzahl weiterhin wächst. Ihr modernes Schulgebäude bietet gute Bedingungen, um zu lernen, zu arbeiten und sich zu erholen. Die Schule hat  als Netzwerkschwerpunkte „Förderung der psychischen Gesundheit in Schule und Hort“ und „Verbesserung des Raumkonzepts“ gewählt.
 
Wissenswertes über die Schule: Die Franz-Mehring-Schule ist seit 2003 offene Ganztagsschule. An ihr unterrichten 23 Lehrer 361 Schüler. Sie werden von 19 weiteren pädagogischen Mitarbeitern des Hortes unterstützt: Erziehern und Sozialpädagogen. Die Einrichtung ist eine Projektschule für Intensives Sprachenlernen Französisch und eine „Europaschule in Sachsen“, die mehrere Schulpartnerschaften innerhalb Europas pflegt. Sie trägt den Titel „Schule der Toleranz“ und wurde als „Bewegte Schule“ zertifiziert. Auf lokalerer Ebene kooperiert die Franz-Mehring-Schule besonders eng mit dem Hort im selben Gebäude, Leipziger Kindertagesstätten und weiterführenden Schulen. Schulleiterin ist Heike Dinh.
 
Warum sie die Schwerpunkte gewählt hat: „Durch die steigenden Schülerzahlen wächst der Stress, dem wir Pädagogen, aber auch die Schüler ausgesetzt sind“, sagt Gabriela Nowotny, stellvertretende Schulleiterin und GTA-Koordinatorin. „Wir finden es also nötig, dass die psychische Gesundheit in Schule und Hort als Lern- und Lebensort gefördert wird.“ Außerdem soll die Zusammenarbeit mit dem Hort noch besser gestaltet werden: Schule und Hort befinden sich im selben Haus, gehören aber zu verschiedenen Trägern. Lehrer und Erzieher haben teilweise unterschiedliche Arbeitszeiten, müssen sich aber trotzdem zu vielen Themen absprechen. Jede der beiden Gruppen soll wissen und wertschätzen, was die jeweils andere macht. „Wir kümmern uns um dieselben Kinder.“
 
Was in dem Jahr Netzwerkarbeit passiert ist: „Lehrer und Erzieher haben jeweils innerhalb ihrer eigenen Gruppe an einer Fortbildung über Kommunikation teilgenommen“, berichtet Gabriela Nowotny. „Außerdem haben die Erzieherinnen und Erzieher drei weitere Veranstaltungen zur Teambildung besucht.“ Zusätzlich wollen Gabriela Nowotny und ihre Kollegen die Kooperation auf Klassenstufenebene fördern:  Bei der sogenannten Kleinteamberatung setzen sich Lehrer und Erzieher einer Klassenstufe regelmäßig zusammen und sprechen unter anderem über Projekte, die geplant sind. Das Raumkonzept wurde umstrukturiert: Alle Klassen haben ihr Klassenzimmer, aber nur die ersten Klassen verbringen in „ihrem“ Zimmer auch die nachmittägliche Hortzeit. Einige der anderen Klassenzimmer  werden nachmittags zu Themenzimmern des Hortes wie Näh- oder Konstruktionszimmer. Darüber hinaus verfügt der Hort über eigene Räume, wie das Bauzimmer, das Kindercafé oder den neu gestalteten Ruheraum. Ein zweiter Speisesaal ist für Kinder und Erwachsene entstanden. Außerdem hat man in mehreren Räumen Schallschutzelemente eingebaut, was gleichzeitig die Räume aufwertet und der Gesundheit der Pädagogen und Kinder dient.
 
Ist die Schule mit dem zufrieden, was sie erreicht hat? „Für den kurzen Zeitraum finden wir es schon gut, was wir geschafft haben. Wir wollen den Lärmschutz weiter ausbauen, die Kleinteamberatung beibehalten und evaluieren“, kommentiert Gabriela Nowotny.
 
Worauf die Schule stolz ist: Das umfangreiche GTA-Programm, das zahlreiche externe Partner und Erzieher des Hortes durchführen, läuft gut. „Wir bieten so viel an, dass jeder unserer rund 360 Schüler etwas finden kann“, sagt die GTA-Koordinatorin. Besonders die Kooperation mit den Sportvereinen bringt allen Beteiligten Vorteile: So können die Mädchen und Jungen unter der Obhut von Vereinskursleitern  nachmittags Basketball, Hockey oder Fußball spielen. Die Vereine schaffen es so, die Kinder als spätere Mitglieder langfristig an sich zu binden. Etwa 98 Prozent der Schüler, also praktisch alle, nutzen die Betreuung im Hort und die umfangreiche GTA-Palette, die die Schule an vier Wochentagen für die Zeit zwischen dem Ende des Unterrichts bis 17 Uhr zusammengestellt hat. Lara Naomi Farin und Lisa Hänel aus der dritten Klasse nutzen die GTAs gerne: Die künstlerisch interessierte Lisa geht mittwochs zu Gitarre und donnerstags zu Theater, Lara zieht es eher zum Sport: Sie ist bei Handball und Tischtennis eingeschrieben. „Die Trainer sind nett und machen die Kurse gut. Beim Tischtennis habe ich eine Extra-Motivation: Ich möchte an der Platte in unserem Hof chinesisch spielen lernen.“